28 Juli, 2011

So weit ist es gekommen…

Tatsächlich…hätte ich vor einem Jahr nicht für möglich gehalten. Ich,…als alter Holzkohleverfechter, habe mir tatsächlich einen Gasgrill gegönnt.
O.K….ich gebe zu, ich bin da leicht durch meine USA-Reisen beeinflusst worden. Da wird ja fast ausschließlich so gegrillt. Bis auf die Smoker-Fans, hat dort jeder einen Gasgrill. Und das sind Apparate, da fallen einem die Augen aus dem Schädel und man bekommt ne Keiferblockade, weil man teilweise seine Gusche vor Staunen echt nicht zu bekommt. Da in einen richtigen Grill-Shop zu gehen, ist für Männer so was wie einen Spielplatz zu betreten. Es gibt da richtige Männer-Outdoor-Küchen mit Waschbecken dran und allen möglichen anderen Sachen. Unglaublich… Gut,…so was ist dann nicht mal eben auf den Dachboden gebracht oder in den Schuppen gestellt…Man sagt da auch weniger zum Kumpel: „WAS?!?! So viele Leute kommen zu dir. Ich bringe mal eben meinen Grill mit! Hol mal den Kran während ich den LKW vor fahre“…hat also auch Nachteile so eine Super-Kochzeile made in USA.

Unser kleiner Rundgrill hat für unsere Grill-Saisons sicherlich ausgereicht. Sind immer gut mit dem klar gekommen und satt sind wir damit auch geworden…Allerdings musste man grillen, so lange die Kohle heiß war…sicher hält sich die Glut bei Briketts etwas länger als mit Holzkohle, aber wenn auch die dann mal nach einem zweiten, gemütlichen Glas Milch oder ner Packung Capri-Sonne aus ist, ist Feierabend oder man musste sich wieder etwas gedulden, um sich über ein herzhaftes Stück Nackensteak von einem freilaufenden Öko-Schwein aus Bodenhaltung, welches selbstverständlich glücklich in den Freitod gesprungen ist, damit es uns gut geht, her machen konnte. …na das war ja ein Satz…habe manchmal vor mir selber Angst!...
Überzeugt hat mich dazu die Flexibilität solcher Gas-Grill-Geräte. Mal eben angestellt und los geht´s. Volle Flamme - kross grillen, leichte Flamme – garen,…indirekt, direkt und und und…Und kommt mal jemand nach, einfach wieder anstellen. Und im Zubehör gibt’s für die Räucherfreunde eine Smokerbox, die man, mit Räucherspäne gefüllt, dazu stellt und schon schmeckt alles nach Rauch…
Und ein „drunken chicken“ ist mit dem passenden Halter (eine offene Dose Bier, über die das Hähnchen dann gestülpt wird, tut´s auch und der Inhalt gibt dazu noch ein herrliches Aroma ab) in so einem Gerät überhaupt kein Problem.


Jedenfalls habe ich für 134 Euro bei einem Internet-Auktionshaus den Zuschlag bekommen, mindestens 260,- Euronen zum Originalpreis gespart und somit ein nagelneuen Santos-Grill Typ Matumbo 2011 ersteigert. Übrigens ist hier ein Dankeschön an meinen Arbeitskollegen fällig. Er weiß schon warum. Danke!
Vierflammig und ein seitlicher Brenner für Töpfe, Pfannen, Woks etc.. Sehr nett anzusehen, sehr groß, mit Ablegeplatte, Warmhalte-Roste, einer Auffangwanne mit Tropfschale und doppelwandiger Edelstahlhaube…kein Super-Hammer-Luxus- Modell, aber das braucht der unerfahrene Gasgriller ja auch nicht…noch nicht.

Das Teil kam auf einer Palette und hat dann noch drei Tage im Garten gestanden, bis ich Zeit zum Aufbauen hatte. Schon schlimm, wenn es einen jeden Abend in den Fingern juckt und ein neues Spielzeug direkt vor deinen Augen steht. Aufbau ging ganz gut und nach einer dreiviertel Stunde…der erste Zündfunke…läuft einwandfrei. Gestern war es dann so weit. Das erste Angrillen. Den ersten Test haben der Kommandant und ich alleine begonnen. Zum Start gab's Schokobananen (Banane mit Schale längst aufgeschnitten, Schokostückchen rein und druff auf die Roste). Recht lecker, aber nicht so der Burner für uns. Dann gleich eine kleine Herausforderung: ein größeres Stück Roastbeef. Oft genug gesehen, aber nie wirklich selber gemacht, da das auf einem Kohlegrill ja schwierig ist, komplett gar zu kriegen bevor es außen verbrannt ist. Egal, einmal ist immer das erste Mal. Vorher eine leckere Paprika-Pfeffermarinade angerührt und dann das gute Stück richtig gut angegrillt. Als es rundherum richtig lecker aussah, die Flammen runter gedreht bei knapp 150°C indirekt durchgaren lassen. Jetzt kam es zum ersten Mal zum Einsatz. Das Grillthermometer aus den USA. Für Anfänger mit Anzeige für „Rare“, „Medium“ und „Well done“. Ab und zu das gute Teil mal ins Roastbeef gerammt, kurz gewartet und alles beobachtet.
Zwischendurch das Stück Fleisch vom ehemals glücklichen Rind gedreht und immer wieder lecker einmariniert. Als das Thermometer dann nach ca. 35min immer noch gerade mal so ganz knapp vor „medium“ anzeigte und der Kommandant vor Hunger schon bald aus den Latschen geklappt ist, kam es auf den Tisch. Schnell in Scheiben geschnitten und siehe da. Es war „well done“…blödes Thermometer. Mein Raumteiler isst das ja gerne so, aber ich bin da ja aus den USA doch etwas anderes gewohnt. Egal, zumindest war es rundum herrlich angebraten und trotz „well done“ immer noch saftig in der Mitte. Schon lecker gewesen. Fürs erste Mal, war ich zufrieden. Mal sehen, wann das nächste große Stück Rind ansteht, das freiwillig auf den Grill hüpft. Wurst-Testessen für meine Geburtstagsfete im August findet heute schon mal statt. Aber ne olle Wurst ist ja jetzt keine Herausforderung mehr. Übrigens waren gegrillte Peperoni vom Spieß auch sehr gut gelungen. Demnächst müssen auch noch mal der Grillkorb für Gemüse und der Spareribs-Halter getestet werden….und das „drunken chicken“ ist auch ein MUSS… Ist ja bald Urlaub…

25 Juli, 2011

...wie das Leben so spielt

Habe es tatsächlich mal wieder geschafft, einen kurzen Beitrag zu schreiben. Der letzte ist ja schon ewig her.


Es gibt Tage, da sollte man einfach im Bett bleiben und man weiß das morgens gleich nach dem Aufstehen.
Erst blöde geschlafen, dann fällt einem ein Ohrring ins Waschbecken in den Ausguss, dann etwas später der Verschluss vom Armband hinterher, dann ist der Handspiegel verschwunden, dann reißt der Hosenknopp ab, schnell einen neuen dran gefummelt, Fön runter gefallen und zu guter Letzt reißt auch noch die Hose beim Schuheanziehen….Da könnte man doch verrückt werden!...man gut, dass das alles dem Kommandanten heute Morgen passiert ist und nicht mir. Ich habe mit zusammengekniffenen Lippen und Tränen in den Augen im Büro gegenüber gesessen…huahahahaaa…

Habe noch eine kleine Lehrstunde fürs Leben…für einige kommt die allerdings zu spät…
(Gemeinsamkeiten oder Ähnlichkeiten mit Personen in meinem Umgebungsumfeld sind natürlich rein zufällig und keinesfalls beabsichtigt)

Tip1:
Wenn man ein Hundegitter in einem Caddy anbringen will, sollte man das niemals mit Kabelbindern machen, wenn man keinen Seitenschneider o.Ä. dabei hat.
Ganz blöd ist das nämlich, wenn man in der Ladefläche kniet, gerade die letzten Kabelbinder festgezurrt hat und dann die Klapptür zufällt. Von innen gehen die Türen nämlich nicht auf…
Richtig unvorteilhaft ist es dann auch, wenn die Scheiben dazu noch abgedunkelt sind und dich in deiner überaus dummen Situation keiner sehen kann und selbst der eigene Sohn mit dem Rad am Auto vorbei fährt und sich dabei wundert, woher hier dieses dumpfe Klopfen kommt.
So kann man mal schön ne Stunde im Laderaum sitzen, doof aus den Scheiben gucken und die Nachbarn ungesehen beobachten. Hoffentlich war man vorher noch rechtzeitig zur Erleichterung in der Keramikabteilung.

Tip2:
Nur für den Fall, dass jemandem mal die richtigen Worte nicht gleich auf Anhieb einfallen sind:
„Blockbrecher“ – Grillanzünder zum Abbrechen
„das Gelbe was man immer isst“ – Kartoffeln
„die kleinen sooo (dazu ein Handzeichen wobei Daumen und Zeigefinger einen Kreis bilden)“ – Chicken Wings
„Meckeln-Pommeln-vor-Pommeln“ – Mecklenburg Vorpommern

Tip3:
…und wenn ein Mann mit einem 25kg Sack Ziersteinen im Arm mit schnellen, kurzen Schritten Richtung Garten geht und sagt: Schatz, mach mal das Tor auf,…dann will er da nicht etwa durch…neee,…dann soll nur mal wieder frische Luft in den Garten!

Ach so…Tip4:
Fettflecken halten länger, wenn man sie ab und zu mit Margarine einreibt!

Und zum Schluss: …und wenn man einem Hund das Fell bürstet und die Haare dabei rausfallen, dann heißt das nicht: „Der Hund haart, aber!“…nein…im Volksmund sagt man dann: „…mensch, der fellt aber ganz schön!“



...manchmal denke ich so, wieso bist du da wo du gerade bist???...wahrscheinlich genau deswegen :-)

11 Januar, 2011

Und schon wieder weg...

Vorweg: Ein frohes neues Jahr und vor allem ein besseres als das letzte…und so weiter bla bla!

Nachdem wir aus Finnland wieder gut zu Hause angekommen waren, war das Jahr auch schon bald rum. Nach ein paar schönen freien Tagen, einem Weihnachten mit dickem Hals im Bettchen und Pfefferminztee auf dem Nachttisch während sich er Rest der Sippe die Gans in den Verdauungstrakt zwängte, sowie einem schönen Silvester bin ich nun wieder unterwegs. Diesmal allerdings im Westen der USA. Zwei Wochen Kalifornien sind ja nicht das schlechteste nach den superkalten Wintertagen bei uns. Schneeberge und Eis wohin man geschaut hat, was aus unserem Dachfenster ja schon eine Herausforderung darstellte…wenn man überhaupt die zugefrorenen Lider öffnen konnte! Minus 38°C…gefühlt!, und das über Wochen. Gerade noch oben ohne die Hecke geschnitten und dann das!! Wo war denn gleich der Schneescheiber?! Da fällt mir ein, wenn ich den Kerl vom Räumdienst erwischt hätte, dann wäre der mal gepflegt zum Schneemann befördert worden. Allerdings mit seinem dämlich Schädel im gefrorenen Boden, zwei glühenden Kohlebriketts als Augen auf den Arschbacken und ner Mohrrübe Steckrübe da drin wo die Sonne nicht hin scheint! Man hat gerade seine Einfahrt freigeschippt und stellt den Schneeschieber aus der Hand um sich die Eiszapfen von der Nasenspitze zu schlagen, da hört man ein leises Brummen!…Nee, wa?!?!...das ist doch nicht…doch!…und schwups war die Gosse frei und meine Einfahrt wieder voll. So ein Riesen-Honk. Kriegt der Kumpel Drogen auf Rezept oder spritzt der sich morgens schon den Grog in seine Adern um über die Runden zu kommen? Der hat doch bestimmt hinter der Kurve gewartet bis ich fertig war, der Ziegenwämser. Ich habe ihm ja nichts Böses gewünscht, aber ein kleiner Wasserrohrbruch bei minus 10°C am Heiligabend um 22 Uhr und dazu ein abgebrochener Haustürschlüssel wären jawohl nicht zu viel verlangt. Naja, was soll´s. Eigentlich hätte man bei dem Wetter mal an jeder Ecke im Ort eine Webcam aufbauen und die gesammelten Videos der ungewollten Filmstars zu Ups-Die Pannen-Show schicken sollen. Da wäre mit Sicherheit ein Groschen bei rum gekommen. Obwohl das ja nicht wirklich zum Lachen ist, wenn jemand mit seinen prallgefüllten Einkaufstüten einen dreifachen Rittberger mit Bestnote für Stil und Ausführung da unbeabsichtigt auf dem Gehweg hinlegt. Gerade wenn man zweimal ziemlich kurz hinter einander den Sittich macht, sollte man darüber nicht schmunzeln. Soll ja tatsächlich einigen passiert sein, dass sie zweimal Bekanntschaft mit dem kalten Boden machten!!(Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen sind rein zufällig und überhaupt nicht personenbezogen!). So,..genug gelacht...
Nach zwei Arbeitstagen ging es dann am letzten Sonntag los Richtung Wilder Westen. Ein kurzer Blick aufs Wetterradar vor der Abreise, und schon wurden die etwas dickeren Klamotten wieder aus meinem Samsonitekarton herausoptimiert. Es sollen tagsüber zwischen15°C und 18°C sein. Super Frühlingswetter also. Das Taxi kam wie bestellt um kurz nach sechs Uhr morgens und die Reise begann. Da unser neues Reisebüro noch einiges an Lehrstunden absolvieren muss, bin ich alleine geflogen. Aber der erste Standart-Sekt in der Lounge am Hannover Airport hat trotzdem geschmeckt. Von München ging es dann mit US-Airways weiter. Entgegen allen Befürchtungen bei dieser Fluggesellschaft, war es ein erstklassiger Flieger mit super Sitzen, eigenem Flachbild-TV mit Touchscreen und sogar deutschem Menu. Selbst die Filme gab es in Deutsch zu sehen.

Dazu war der Service völlig i.O. und freundlich, und das Essen sowie die Weine waren hervorragend. Also bin ich super entspannt in Philadelphia angekommen. Da ich als zweiter das Flugzeug verlassen hatte, gab's auch keine lange Wartezeiten bei der Einwanderungskontrolle. Obwohl mir bei der Frage nach mitgebrachten Lebensmitteln und bei dem Gedanken an meine zehn Bifi im Handgepäck schon etwas mulmig wurde. Ist nämlich strengstens verboten so etwas Grauenhaftes und Furchterregendes in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten einzuführen. Übrigens habe ich gestern gehört, dass ein kleiner Hund der Einwanderungsbehörde an dem Handgepäck eines Kollegen verrückt spielte, während der auf seinen Koffer am Band gewartet hat. Grund: der kleine vierbeinige Grenz-Kläffer hat zur Verwunderung unseres Kollegen tatsächlich eine Banane mit seinem Riechkolben erschnüffelt. Große Aufregung und eine komplette Kontrolle der Koffer waren die Folge. Wie kann man auch…ne Banane…also wirklich! Diese Terroristen! In Philadelphia habe ich dann in der Lounge bei einem kleinen Gin Tonic die Kollegen Marco und Ellen getroffen. Zusammen ging es dann knappe 6 Flugstunden weiter Richtung L.A. In der First Class sollte uns ja nichts Schlimmes erwarten,…dachten wir. Erstmal war der Stauraum über den Sitzplätzen so was von voll gerümpelt, dass unser Handgepäck (ohne Bananen o.ä.!) zu dem anderen Gepäck nach unten gebracht werden musste. Die Sitze gingen kaum ein Stück weit nach hinten und die Servicekraft an Bord mit der Figur von Cindy aus Marzahn hatte auch nicht die beste Laune. Wahrscheinlich hat ihre Weight-Watchers-Trainingsprogramm-DVD einen Kratzer und sie kann sie nun nicht mehr gucken, während sie bei Chips und Schokolade auf der Couch liegt und sich eine Coke nach der anderen rein dröhnt. Kaum gestartet gab's einen Wein,…schön eiskalt(!) und aus einem Plastikbecher….hmmmm…wie lecker. Zwischendurch wurde es dann auch noch recht frisch (meine Vermutung auf ein offenes Fenster hat sich zum Glück nicht bestätigt) und ich dachte so bei mir, wie schön es doch wäre, wenn ich jetzt meine kleine Jacke aus meinem Handgepäck nehmen könnte…aber da kam ich ja nicht mehr ran. Super so eine First Class. In der Sitztasche war allerdings eine Decke, ...nee: ein dünnes Tuch. Das habe ich mir dann umgeworfen und versucht in 327 verschienen Positionen noch ein wenig zu schlafen. Das ging ja alles gar nicht. Kein Platz für die Mauken, ein kleines Synthetik-Kopfkissen und kalt war es auch. Erst habe ich keine Auge zu gekriegt und als dann ein „Lüftchen“ rüber kam, wobei sich beinahe der komplette Mageninhalt mal das Flugzeuginnere angesehen hätte, dachte ich mir so: jetzt machste besser auch kein Auge zu, wahrscheinlich gehen die dann nie wieder auf! Nebenbei haben wir kurz überlegt, ob da in einer Zweierbank Siegfried und Roy mit uns fliegen. Also ernsthaft. Die sahen aus wie die beiden,…nur ein wenig älter als im TV und vielleicht ein wenig aufgespritzter. Aber das wäre nicht das Unwahrscheinlichste hier, wo es oftmals zum 16. Geburtstag ein paar neue Spielbälle in Größe Doppel-D vom Schwiegerpapa gibt. Vielleicht hat einer von den beiden ja die Luft verzaubert, wer weiß? Egal. In L.A. wie gerädert angekommen hat uns die Cindy gesagt, wir sollen doch an der Tür auf unser Handgepäck warten. Haben wir…und zwar so lange bis niemand mehr an Bord war. Marco hatte schon ein paar Schweißperlen auf der Stirn, da seine sämtliche Unterlagen samt Pass da drin waren. Aber nach einer Ewigkeit kamen dann die Sachen doch noch. Raus aus dem Flughafen und erstmal die Jacken ausgepackt. Schön Maikühl!! Nach einer kurzen Wartezeit von einer dreiviertel Stunde hatten wir dann auch schon den Mietwagen, sind zum Hotel gefahren und haben nach einem erstklassigen Willkommensbierchen vom lieben Stefan unsere eisekalten Zimmer bezogen. Es war dann ja auch schon halb zwei nachts und der 26-Stunden-Reisetripp war rum. Am Morgen musste ich feststellen, dass an dem Hotelzimmer nichts besser geworden ist. Meine Armartur am Waschbecken hätte ich beinahe komplett in der Hand gehabt, mein Spülkasten am Klosett läuft regelmäßig wieder voll, da er nicht komplett abschließt und mein Duschkopf spritzt überall hin nur nicht nach vorne. Zummindest war das Wasser warm. Der erste Tag war dann aber schon recht schön. Die Sonne hat geschienen und abends ging es dann ins Outback um ein ersten Filet-Steak zu essen. Mal sehen wie es so weitergeht. Eigentlich war ja mal joggen angesagt. Aber morgens ist es noch recht dunkel und abends gibts ja meist gutes Futter...mal sehen, ob sich da was arrangieren lässt.

07 Dezember, 2010

Nikolaustag in Suomi

Mittlerweile ist der letzte Teil meines Winterurlaubs angebrochen. Die vergangenen Tage waren eigentlich recht unspektakulär. Einige Kollegen sind Samstag in die Disko nach Levi gefahren und haben da wohl allerhand erlebt. Bernd und ich haben mit Johann und Dennis eine schöne Partie Billard hingelegt und danach noch zwei Erfrischungsgetränke zu uns genommen. Diesmal haben Bernd und ich dann tatsächlich doch noch etwas aufgeholt und gegen die Profis Dennis und Johann gewonnen. Allerdings liegen wir in der Gesamtwertung noch 2 Punkte hinten. Vielleicht kriegen wir das ja noch hin. Auf unserer Hütte gab's dann bei Supertalent noch ein Bierchen und schon war es wieder 5 Uhr. Diesmal gab es allerdings auch Mintu Black dazu. Das Zeug sollte man nur auf Rezept rausgeben oder lediglich zum Einreiben empfehlen. Am Sonntag hat sich meine Bonje angefühlt, als hätten sich abertausende Kamelflöhe auf meiner Hirnrinde breit gemacht und würden da nun Schützenfest feiern. Am besten wäre gewesen, ich hätte den Kopf mal für ne Stunde in den Schnee gesteckt. Der geplante Ausflug nach Levi hatte sich somit erledigt und Bernd und ich haben mal einen ganz ruhigen Blockhüttentag eingelegt. Abends waren wir noch im Kammari essen und es hat wieder mal fantastisch gut geschmeckt. Rinderouladen mit Käse und Rentierschinkenwürfel gefüllt, dazu Salat und Röstikartoffeln in einer erstklassigen Sauce. Einfach ein Genuss. Nach dem Rückweg durch den Schnee habe ich noch mal fix den Saunaofen zum glühen gebracht. Nach drei Gängen bei knapp über 100°C war ich dann auch bedient. Abends gab's noch schnell ein Abschlussbierchen und ab durch die Mitte ins Bettchen.
Gestern war Nikolaus. Und der hat tatsächlich etwas gebracht. Wir hatten morgens jeder eine kleine Flasche Jäger mit einem Schokoladenweihnachtsmann dran vor unserer Tür stehen. Schon nett so ein Nikolaus. Abends war dann pokern angesagt. Herr Berkau, Hirschelmaier, Stefan, Kai und Hauke waren mit mir am Start während Ellen sich mit Bernd und dem Doktor bei ein paar Kaltgetränken darüber amüsierte. Erste Runde souverän mit zwei Königen auf der hand gewonnen. Allerdings lief es dann nicht mehr wirklich nach Plan. Kai musste allersings vor mir das Feld räumen und dann war der Herr Hirschelmann dran bevor ich meine Taler los wurde. Hauke war am Ende strahlender Sieger und hat seine gwonnenen 20 Euronen ganz schwaben-like in die BierGetränkekasse geworfen. Lustige Runde, die sich dann auch wieder etwas hingezogen hat. Heute Morgen sah unsere Blockhütte als wäre hier das Oktoberfest gewesen. Und heute wirds auch nicht viel Kürzer werden, da wir zum Lachsessen eingeladen sind und außerdem der Bernd morgen Geburtstag hat und wir um Mitternacht nochmal eben ganz kurz anstoßen wollen.
Da Finnair streikt und sämtlich Leute die hier hoch kommen sollten, umgebucht wurden, wieder zurück geflogen sind oder eine ungeplante Zwischenübernachtung hatten. So ein Chaos habe ich in den letzten 10 Jahren noch nie erlebt. Ein paar Kollegen haben wir von einem 400km entfernten Flughafen abgeholt, weil nix mehr ging. Der Streik soll sich ja noch bis morgen hin ziehen. Wird auch Zeit, dass sich alles wieder normalisiert, da wir ja am Freitag bereits abfliegen wollen und ich am Samstag um 13 Uhr bei einer Hochzeit sein muss. Also hoffen wir mal das Beste. Anbei noch einige Winter-Impressionen:

02 Dezember, 2010

Blauer sucht Frau

...oder Bauer pflügt Frau...wie auch immer. Wie diese Sendung erfunden wurde kann uns bestimmt nur ein Einheimischer aus einem kleinen Bauerndorf erläutern, der bereits seit Jahren auf der eigenen Milchkuh rum orgelt oder sich jeden Montag die Hinterläufe seiner einzigen, 73 Jahre alten, blinden Ziege in seine Gummistiefel steckt, um dem Tierchen...oder eher sich...etwas Gutes zu tun. Vielleicht war es auch der reiche Hühnerbaron Meier-Müller-Schulze –Schmidt (zufällige Namensübereinstimmungen sind zu entschuldigen und nicht personenbezogen), der es nicht mehr mit ansehen konnte wie seine dralle Tochter Resi für ein paar Harzer Roller mit dem einbeinigen Hirtenjungen vom Nachbarhof hinter den Milchkannen zugange ist, und wollte den Kumpel so unter die Haube bringen. Das Ganze kann doch alles nur ein riesiger Fake sein, oder? Die meisten der „Hauptdarsteller“ sind doch aus dem Land Far Far Away von Shrek …oder aus Gelsenkirchen vielleicht! Gollom war ja ein Prachtexemplar gegen die meisten von den Ferkelwemsern Agrarwissentschaftlern. Was da für Typen rum laufen…wenn das der Leiter der Evolution mitkriegt, fragt der bestimmt: „Na, wo habt ihr euch denn so lange versteckt? Wir sind doch mittlerweile alle schon ein paar Jahrzehnte weiter!“, und jagt im nächsten Moment seine Knechte los um jeden Winkel der Erde zu durchsuchen um solch ein Schlupfloch schnellstmöglich zu stopfen! Der Anfang der Sendung ist ja gar nicht so schlecht…zumindest solange man die Kandidaten nicht kennt. Da kann sich nämlich jeder der modisch top gekleideten Farmer gleich zwei zukünftige Bäuerinnen aussuchen, die ihm dann später das Melkgeschirr anlegen, und mit denen auf dem sogenannten Scheunenfest so richtig einen Ballern…wie geil?!! Mann ist da meistens ein Landwirt mit einem mini-mickrigen Hof, der aussieht wie Dresden 1945, sieht beknackt aus, und kann sich mit zwei drallen oder weniger drallen, paarungswilligen Hühnern nach eigener Auswahl so einen hinter die Binde kippen, dass morgens die Fensterläden nicht mehr zugehen, bei dem riesigen Kopf! Und bekommt auch noch Geld dafür. Obwohl die Endreinigung der Scheune nach dem Fest bestimmt schon ein Vermögen verschlingt. Ich möchte nicht wissen was oder wer da mit wem an dem Abend schon mal das Spargelmesser suchen geht oder wer da wo mit wem die Kartoffel abgießt. Ist vielleicht auch besser so, dass das niemand mitkriegt...könnte man ja auch ansonsten erst nach Mitternacht senden...und dann auch nur im Radio um einer Klage aus dem Wege zu gehen. Also schon eine nette Sache für den einen oder anderen Bauern. Wer wäre denn da so blöd und sagt nein nur weil man einen Knebelvertrag unterschreiben soll und die kompletten Rechte seiner Privatsphäre an RTL abtritt. Der Ruf ist doch in den meisten Fällen eh schon ruiniert. Bei allen Lesern wird ja bestimmt noch Schäfer Heinrich von der letzten Staffel in Erinnerung sein. Jaaa…genau derjenige, der das „Schäferlied“ herausgebracht hat. Dazu fällt mir ein, wie weit doch unsere Technik mittlerweile ist und man aus einer Stimmer, die lediglich zum Mettwurstessen gedacht war, doch was einigermaßen Anhörbares zu machen…o.k….vergesst den letzten Satz! Daran ist nichts Anhörbares. Gar nichts. Mit Sicherheit dafür aber Amüsantes. Ein paar Dollar wird er bestimmt dafür bekommen haben. Sicherlich viel mehr als dabei für Produzent und Plattenfirma rausgesprungen ist. So ein pfiffiges und weltgewandtes Kerlchen lässt sich doch nicht übers hauen, oder etwa doch? Jedenfalls musste er sich ja noch Monate später mit Auftritten in mehr- oder weniger-großen Dorfdiskotheken ein Zubrot verdienen um seine doch recht coole Mami etwas bei Laune zu halten. Da hatte ich eh schon für einige Momente den Eindruck, dass die Aufregung mit dem TV-Team vielleicht etwas zu viel für das rüstige Arbeitsweibchen ist und sie gleich aus ihren ausgelatschten Haustretern kippt.
Aber es hat ja auch alles seine guten Seiten. Wenn er schon keine passende Magd für seinen Hof, oder einen Zivi für seine Mutter durch die Sendung gefunden hat, so ist er wenigstens mal in die weite Welt hinaus gekommen und weiß jetzt was Elektrizität ist, und dass man nach seinem großen Geschäft nur auf einen Knopp drücken muss und alles unter ihm auf seltsame Weise auf Nimmerwiedersehen verschwindet…ganz ohne abpumpen einer Grube. Ich bin mir sicher, dass mit dem Abwischen danach bekommt er auch noch eines Tages hin. Jedenfalls sind wir so den lustigen Klapskopf erstmal los. Dachte ich. Bis ich ihn wieder in der aktuellen Staffeln gesehen habe. Hier gibt er guten Rat vor jedem Werbeblock in Form von einer ausgedachten Bauernregel, die anscheinend witzig sein soll. Na was soll´s?!
Und auf einmal kommt der Bio-Bauer Johannes aus der aktuellen Staffel auch noch auf den Trichter seiner Vielleicht-Melkerin ein Ständchen beim Kochen zu singen...aaahh...nicht noch ein Supertalent bitte. Zum Glück ist der Kumpel mit Pferdeschwanz,…haartechnisch gemeint, bereits seit Längerem in einem Sängerchor untergekommen und tourt von einem Dorf…äh…in das gleiche. Gerüchten zufolge ist er ja noch verheiratet gewesen, als die Staffel aufgezeichnet wurde und hatte dazu auch schon einen Glückschuss mit einer weiteren Spielgefährtin, in der nun sein Nachkomme gärt. Aber alles halb so schlimm, denn seine zukünftige Raumteilerin ist auch nicht ganz alleine auf seinen Hof gekommen. Was ist da bloß los?
Aber es gibt da ja noch andere Raketen in der Staffel. Zum Beispiel Bauer Gerhard aus der Oberlausitz. Der 67-jährige ist Hühnerbauer erinnert ein bißchen an Hühnerbauer Hansi aus der früheren Staffel, der ja seine Hühner selber befriedigt hat, da sein Gockel das nicht hinbekam. Hierzu sackte er auch glatt Anzeigen wegen Tierquälerei ein, da sowas schon länger verboten ist...super Sendung!Gerhard ist auf alle Fälle ebenfalls auf der Suche nach einer Gleichgesinnten in ähnlichem Alter. Für ihn kommt es allerdings überhaupt nicht in Frage seine Gewohnheiten umzustellen, nur weil dann da eventuell mal eine ankommt und ihn beim säubern seiner Eier behilflich sein könnte. Eh Salmonellengefahr bei den alten Dingern. Da ist er dann auch knallhart. Von wegen seine geliebten Teppichläufer vom Parket nehmen, oder gar die Hände oder Fingernägel sauber machen beim Essenzubereiten…ha!…aber ohne ihn. Da flog die erste Kandidatin gleich ratz fatz vom Hof! Schließlich musste Kandidatin Nr.2 her. Die hat auch gleich auf seiner Feuerstelle für ihn gekocht. Nee,..ihr habt euch nicht verlesen…eine Feuerstelle!!...der ganze Hof sieht aus, als hätte man diesen 1920 gebaut und seitdem überhaupt nix verändert. Weder …ach, keine Ahnung was ich hier alles aufzählen soll…da ist nix, was selbst mit dem Leben vor 30 Jahren zu vergleichen wäre. Übrigens muss er in dem Zeitraum auch das letzte Mal beim Zahnarzt gewesen sein. Kann aber immer noch so kraftvoll zubeißen wie früher…mit seinen drei Pfosten und einem halben Kuchenzahn. Aber egal. Kinder, die heutzutage in einer Villa in Beverly Hills aufwachsen und einen Schüleraustausch für zwei Wochen auf diesen Hof machen sollten, würden nach 2 Tagen unter Quarantäneumständen vom Seuchenschutz in eine Sonderklinik geschafft werden. Da fragt man sich doch, welches Umfeld jetzt schlimmer ist. Traurig aber war.
Zu der Sendung „Blauer sucht Frau“ oder „…Resi, verdammt bin ich wuschig“ könnte man noch einige Kandidaten aufzählen. Mir fällt da spontan Narumol ein, die mit einigen Sprachschwierigkeiten zu kämpfen hatte und somit für allerlei spontane Lacher sorgte. Ich zitiere nur mal: "Ik bin fick un fertig!" und "...patt dat da au rain?"! Aber seht euch am besten eine Sendung mit eigenen Augen an.
Allerdings muss man sagen, dass diese Kerle da in der Sendung es von Grund auf ehrlich meinen und vieles einfach nicht besser wissen. Nett und manchmal mit mehr Anstand und Loyalität als einer unserer Mitmenschen. Also: Ansehen lohnt sich. Und ich sage euch, ihr werdet denken, das ist ein Fake! ...aber einer, der gut zum Ablachen ist...huahahaaa!...Genug für heute. ...wenn ich auch ein Schäfer bin....dumm di dumm di dumm...

30 November, 2010

...noch mal kurz in den kalten Norden Europas

Kurz vor Ende des Kalenderjahres geht’s meistens noch einmal auf Reise. Richtig: der kalte Norden stand als Ziel fest und so musste ich die langen Unterhosen schon mal etwas früher herauskramen. Zu Hause hat der Kommandant befohlen doch noch „schnell mal eben“ die Weihnachtsdekoration vom Dachboden zu holen, weil ja der erste Advent vor der Tür stand und vorher ja noch geschmückt werden sollte…äh…musste! Also die Dachbodenluke auf, die Treppe runter gezogen und Licht an. Insgeheim hoffe ich bei diesem Akt ja jedes Mal, dass mir die Treppe dermaßen an den Bregen knallt, dass ich erst wieder aufwache, wenn die Weihnachtsdeko komplett aufgebaut ist. Klappte bis jetzt allerdings nie. Also ran. Wer musste hoch???...nicht die Frau!! „So,…nun gib mal den Karton…und den da…und den….und da muss aber noch der so-und-so-Karton sein…und der mit dem XY-Ungelöst drin und der leuchtende Elch und der Weihnachtsspaten“…und und und! In kürzester Zeit stand der komplette Flur unten mit abertausenden Kartons voll Krims Krams voll. Ein Weihnachtsmarkt wäre ein Witz gewesen gegen das, was nun hier bei uns aus den vielen Kartons raus guckte. Ich glaube wir könnten die komplette Sahara in einen einzigen Verkaufsstand verwandeln. Ich habe mir die Außenlichterkette geschnappt und bin erstmal ab durch die Vordertür. Als ich wieder rein kam, waren einige der Kartons geplündert und der ganze MIST Dekokram flog nun kreuz und quer in der Wohnung rum. An den meisten Sachen könnte man sich prima 5 Minuten aufwärmen…wenn sie hinter die Glastür zwischen den Specksteinen gelegt werden. Aber egal…als Mann hat man da ja bekanntlich wenig zu melden.
Um 7 Uhr am nächsten Morgen kam mein Taxi und es ging zum Bahnhof nach Wolfsburg und anschließend mit dem Zug nach Berlin. Am Flughafen gab's zusammen mit den netten Kollegen noch eine Abschiedscurrywurst mit einem Bierchen und dann ging es auch schon bald los. Die ganze Route ohne größere Probleme. Abends angekommen, sind wir wieder einmal mit einer richtig schönen Bilderbuch-Winterlandschaft belohnt wurden, als wir am Hotel aufgeschlagen sind. Und dazu hatten Bernd und ich diesmal keine „normalen“ Hotelzimmer, sondern wurden in ein Appartement in einer Bungalow untergebracht. Alles schön in Holz gehalten, ein großes Badezimmer mit Sauna, ein kleines Gästeklo, eine Sofaecke mit offener Küche und zwei Schlafzimmer sowie ein großer Kamin rundeten die Sache ab. Zum Abendessen ging es ins Kammari und es gab ein leckeres erstes Urlaubsbierchen bei einer Außentemperatur von -20°C.
Mittlerweile sind einige Tage vergangen, einige Kollegen sind schließlich nach einem Pannen-Marathon von geschlossenen Flughäfen, gecancelten Flügen, verschwundenen Gepäckstücken und einer ungeplanten Übernachtung in Helsinki auch angekommen.
Bernd, Dennis, Johann und ich haben den ersten Samstag mit einem Burger und 5 Billardpartien begonnen, bei denen ich mehrfach die schwarze Kugel als letztes versenkt hatte!…jaaaa….o.k. es war nie die richtige Seitentasche…Anschließend sollte es nur noch kurz auf die Hütte gehen. Wir haben den Kamin angemacht und die mitgebrachte Flasche Havanna Club und Cola auf den Tisch gestellt. Im TV lief das Supertalent und eine Sekunde später war es halb acht morgens…Zum Glück war Sonntag frei und wir haben nur mal kurz einen Souvenirgeschäft angesteuert und dann auf der Hütte geruht. Sonntagfrüh wurden wir allerdings mit einem schönen Ausblick auf die verschneite Landschaft belohnt...direkt vor unserer Hütte...einfach schön.

Abends hatten Ellen, Grillmeister Stefan, Nico und Co zum Grillen auf ihrer Hütte eingeladen, was sich bei -20°C doch um einiges anders gestaltet, als bei uns im Hochsommer. Rudolf kam auf den Grill und einige Rinderfilets und Würstchen. Dazu Salat, Kartoffeln und Baguette. Und das eiskalte Bierchen hat tatsächlich wieder geschmeckt. Am Montag habe ich dann die Sauna in Betrieb genommen und nach drei Gängen mit anschließendem Schneeabrieb war ich dann für „Bauer sucht Frau“ bereit. Bernd hatte seine Augen eins nach dem anderen zufallen lassen und verschwand in sein Bettchen. Ich habe mir die Sendung noch angesehen, mir anschließend die Lachtränen aus den Augen gewischt und bin dann auch ins Bettchen. Der kommende Abend begann dann mit einem Pfeffersteak und Bierchen im Kammari. Abends gab's eine Begrüßungsmischung mit den Kollegen Andre und Stefan, die in das Appartement neben an einzogen sind. Stefan hat dazu noch Lachs aufgetischt und der Abend ging dann für Bernd und mich mit einem winzigen Rest aus der Bacardi-Flasche so gegen halb drei zu ende. Langsam muss mal etwas Schlaf nachgeholt werden.

21 Oktober, 2010

Abschluss in Colorado

So…nachdem nun die ersten beiden Wochen nach dem USA-Trip ins Land gezogen sind, ist es Zeit für den letzten Teil der Berichterstattung. In Denver, am Rander der Rockie Mountains in Colorado, war dann Endstation unserer Reise. Das Wetter war mit ca. 30°C wirklich erste Klasse. Ein laues Lüftchen wehte und die Sonne schien am wolkenfreien Himmel. Die letzten Tage haben wir im Sheraton Denver West eingecheckt. Ein schönes Hotel ca. 6min Autofahrt von Downtown, in dem wir die letzten Male immer gewesen sind. Diesmal hatte ich ein Zimmer in der 11. Etage und einen schönen Blick auf die Skyline von Denver.
Obwohl es da wahrscheinlich bessere gibt, ist der Blick auf die beleuchtete City abends und auf den Sonnenaufgang am Morgen doch recht nett. Am letzten freien Sonntag war Shoppen angesagt. Und da die Geschäfte erst um 10Uhr öffnen, konnten wir auch fast ausschlafen. Ich habe mich allerdings für Joggen entschieden und bin das erste Mal in 1500m über dem Meeresspiegel laufen gegangen. Start: 8:00Uhr morgens. Nach gefühlten 75km kam ich mir vor wie Jupp Heesters….nur als Kettenraucher und Dauertrinker. Das ging ja gar nicht. Meine Lungenflügel hingen mir so zum Hals raus, dass jeder Frosch neidisch gewesen wäre. Meine Pumpe lief auf Hochleistungsbetrieb und ich wusste nicht ob ich kotzen, durchatmen oder einfach nur still am Straßenrand sterben sollte. Und dabei war ich gerade mal 500m weit gekommen. Nach knappen echten 30min bin ich dann am Hotel zusammengebrochen und ins Sauerstoffzelt gekrochen. Die Schuhe vom Kleinen Muck müsste man haben. Da sah das ganze immer ganz easy aus. Die konnte ich aber selbst hier in den zahlreichen Al-Bundy-Gedächtnis-Stores hier in den USA nicht finden. Egal. Die Damen am Empfangsthresen haben bestimmt gedacht ich bin mal direkt aus L.A. hier her gejoggt, und haben mich freundlich gefragt: "Hi, how are you? You are checking in?"....na klar, so wie ich aussehe könnte man eher denken, ich bin Dr. Richard Kimbel auf der Flucht. "No,...just dieing!"...habe ich erwidert und bin weiter. „Lass bloß die Fahrstühle funktionieren, lieber Gott!“, habe ich mir so gedacht. Oben im Zimmer bin ich nur noch aufs Bett gefallen. Die Sonne schien wunderschön ins Zimmer und ich hätte glatt wieder einschlafen können, so fertig war ich. Was soll´s…kurz verschnauft und ab unter die Dusche. Dann ging es zum Frühstück und anschließend bin ich mit Bernd und Markus los. Ein richtig schöner ruhiger Shopping-Tag; erst in den Silverthorne Outlets und anschließend weiter nach Castle Rock in die wohl größte Outlet-Mall in der Gegend. Auf dem Weg dorthin konnten wir noch einen kleinen Blick auf die Weltmeisterschaft im Motocross erhaschen. Die fand nämlich in Golden statt. Nachdem sich Bernd dann um entschieden hatte und doch nicht für Deutschland startete, sind wir auch schnell weiter gekommen. An dem Abend waren die Shopping-Tage in den Staaten auch schon fast gezählt. Allerdings gab's noch einige lustige Abende. Einen Abend haben Markus, Bernd und ich erstmal ein paar Kaltgetränke aufm Zimmer genossen, und nach einem Anruf der Kollegen Stefan und Rainer bin ich dann noch in Käsche´s Bar gezogen um ab 24:00 Uhr den Geburtstag von einem Kollegen zu feiern. Da nun doch einige dabei waren, dauerte es nicht lange und unsere Getränkereserven waren tatsächlich aufgebraucht. Ein absolutes „No Go“ für jeden Erprobungsabend. Kein Problem…sagte das Geburtstagskind…Ich hole mein Portemonnaie und wir gehen rüber zum Mexikaner! Gute Idee! War ja erst kurz nach eins… Dummerweise macht der aber um 1Uhr zu und wir standen alle mit einem riesigen Durst vor verschlossener Türe. Da hatte ich mich, nach einem total schrecklichen Essen bei dem Mexikaner vor zwei Jahren, endlich mal wieder durchgerungen dahin mit zu kommen, und dann das…Naja, das Old Chicago war nicht weit. Also ging es dann zu Fuß die Straße hoch…und auch hier das gleiche Bild. ZU…Mist…wieder zurück und bei Markus „zärtlich“ an der Zimmertür gekratzt. Komischer Weise keine Regung…und das um halb zwei nachts…seltsam. Also auch kein Bierchen mehr. Nun ja . Da waren wir mit unseren Ideen am Ende…kommt tatsächlich vor. Es dauerte nicht lange und an einem weiteren Abend sind wir dann nach ein paar Wings und Sandwiches an der Hotelbar doch noch rüber zum Mexikaner. Angeblich kriegt man hier erstklassige Margaritas auf der Dachterrasse. Beides neu für mich. Ich kannte weder die Terrasse, noch die Margaritas von dem Mann mit dem großen Hut. Andre und Steffen nahmen uns in Empfang und kurz darauf kam die Bedienung mit den Getränken. Steffen hatte schon mal vorbestellt. Und tatsächlich kam ein köstlicher Margarita mit crushed ice. Allerdings auch gleich in einem 1L-Bembel. Naja, wenn der man nicht absteht…egal…so warm war es nicht mehr und es war ja eh genug Eis drin. Nach dem ersten Schluck wusste ich, dass die Mexikanische Kultur in ihrer Evolutionsgeschichte mal einen kleinen Abstecher zu den Selbstbrennern in die östlichen Gefilden Europas gemacht haben muss. Mann, was war da denn alles drin??? Das kann doch nicht bloß Tequila sein. Wahrscheinlich stand die Nitroverdünnung neben der Tequilaflasche und der einäugige Barmixer hatte selbst 4 Promille drin. Aber nicht genug des Ganzen, habe ich dazu Tequila pur bestellt. Hui…der war auch nicht sooo schlecht. Da wird es die Forensik-Abteilung des CSI-Denver bestimmt nicht leicht haben, nach meinem Umkippen in wenigen Sekunden, überhaupt noch etwas in meinem Magen zu analysieren, dachte ich bei mir. „Ach, wir werden die Leiche unter „mexikanische Anfänger ablegen", wird einer der Beamten sagen und mir einen kleinen Zettel mit einem Sombrero an den Zeh hängen. So nahm der Abend dann seinen Lauf. Immer mehr Leute kamen auf die Dachterrasse rüber…oder sollte es mir nur so vorgekommen sein?!...und immer lustiger wurde es. Nachdem Markus seine Megakühlbox mit Bierchen noch auf den Parkplatz vor das Hotel holte, war es innerhalb eines Wimpernschlags halb sechs morgens. Der Tag danach war nicht wirklich von glücklichen und ausgeschlafenen Gesichtern übersät. Nach einigen letzten guten Steaks im "The Keg" und "Outback" war dann auch schon wieder Kofferpacken angesagt. Es ging mit Britsih Airways wieder in die kalte Heimat. Bis auf eine Stunde Verspätung in London hat auch alles geklappt. Da es durch diese eine Stunde Verspätung rechht knapp für den Zug im Anschluß wurde, hat Rainer´s Kumpel mal eben einen kompletten Reisebus für uns 11 Mann besorgt, der uns quasi direkt vom Kofferband des Flughafens auf das Abfahrgleis am Bahnhof gebracht hat. Die Koffer kaman auch alle an, was man dann am Bahnhof auch gleich genutzt hat, um einen dicken Pulli oder eine Jacke heraus zu kramen. Im ICE gabs dann für Mike, Markus und mich erstmal das erste deutsche Bier siet Wochen. Dazu eine Currywurst. Ein feiner Abschluss und die richtige Eingewöhnugs-Strategie.

27 September, 2010

Von einem Bergkaff und Santa Fe....

Nach einigen Tagen in den Bergen war es wirklich Zeit wieder abzureisen. Obwohl unser Best Western Hotel, welches mit kostenloser W-Lan-Internet-Verbindung die einzige Möglichkeit zur Kommunikation zur Außenwelt bot, wesentlich besser war als erwartet. Auch die Leute waren dort sehr herzlich und nett. Dennoch: Zeit zum Abhauen. Wahrscheinlich gerade rechtzeitig bevor der Bürgermeister dort mitbekommen hat, dass hier eventuell durch ein paar Touristen nach einem halben Jahrhundert mal wieder frischen Blut ins Dörfchen kommen könnte. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind wir ganz kurz vor einer geplanten Überfallaktion mit Samenraub als Motiv, doch noch rechtzeitig dort verschwunden. Matze würde sagen: „…mit der letzten Maschine raus aus dem Kessel!“ Unsere Reise führte uns einige hundert Kilometer weiter nach Santa Fe in New Mexico. Endlich wieder eine Großstadt mit Fashion Outlet Center, Restaurants, vernünftigen Menschen in anständiger Kleidung (die Jagdbekleidung von 60% der Einwohner aus dem Bergdorf hat uns doch etwas beunruhigt) und so was alles…dachten wir zumindest. Bis wir aus dem Courtyard Inn Hotel heraus waren, über das man sich übrigens in keinster Weise beschweren konnte. Bevor es zum Abendessen ging, haben Stefan, Nico und ich uns mal das Santa Fe Fashion Outlet angesehen…und waren auch nach ´ner glatten viertel Stunde wieder raus. Bis auf Nike und Thommy Hilfigher gab's nichts anzusteuern, was auch nur mal im Entferntesten mit unseren Interessen, und dem des riesigen Besucheransturms überein zu bringen war. Wie dem auch sei…zum Abendsessen stand dann der Weg nach Old Santa Fe, also Downtown, mit dem Plan für ein zwei Bierchen und ner Kleinigkeit zu futtern auf dem Programm. In wenigen Minuten waren wir in Downtown….und nach zwei Linksabbiegungen und drei Rechtskurven durch fast alle Straßen durch und auch schon wieder raus. Es gab zwar ein paar nett aussehende kleine Restaurants, aber von Nacht- und Partyleben mit Bars und allem überhaupt keine Spur. Also haben sich Stefan, Nico und ich ausgeklinkt und das Outback gesucht. Das einzige Restaurant was man vom Namen her kannte. Dank Nico´s Recherchen sind wir dann auch findig geworden. Hier versammelte sich allerdings die komplette Starbesetzung der Stephen King Filme für die kommenden Jahrzehnte. Die Giraffe am Empfangstisch war ja optisch noch das Highlight der gruseligen Mannschaft. Unser Kellner Fletcher schien mit seinem Silberblick ja erst nur etwas überfordert, aber als Stefan dann sein Big Blog Fosters in einem „non-frozen-glass“ haben wollte, hat er geguckt als hätte er Barack Obama höchstpersönlich beim Onanieren hinter der Tür zum Damenklo erwischt. Für einen kurzen Moment dachte ich, seine Augen stehen wieder gerade…hatte mich aber doch getäuscht. Wir bestellten eine Blooming Onion als Vorspeise. Alles klar sagte er und zischte ab. Kurze Inspektion der Lage aus den Augenwinkeln. Am Nachbartisch saß ein Kunde, nennen wir ihn „Hoschi“, das kann man sich nicht vorstellen. Lange, ungepflegte und ganz lichte Zotteln von der Kopfmitte aus wild verteilt, ein Blick der einem auf Anhieb sagt: „Halloo,…jemand zu Hause, Biff?!“ Vielleicht so um die vierzig. Shirt, kurze Hosen, und ne Brille mit Gläsern für eine Dioptrienzahl, wie andere eine Iphone-Handy-Rechnung in 12 Monaten haben. Gegenüber saßen seine Eltern (Ann. d. Red.). Sein Vater trug eine ähnliche Brille, allerdings aus seiner Jugendzeit…geschätzt: 1950! Er war ebenfalls unrasiert und seine Flusen auf dem Kopf haben seit dem Verschwinden von Buddy Holly auch keinen Friseursalon mehr von innen gesehen. Ich glaube der einzig einigermaßen normale Mensch am Tisch da war die Mutter, welche die beiden Experten nach dem Bezahlen auch einfach da sitzen lassen haben. Naja, jedenfalls haben wir drei uns gerade unsere Meinung über diese Combo gebildet, da kam Fletcher wieder angerauscht und hat das Bier gebracht. Kein warmes Brot, keine Schälchen für die Onion, kein Besteck. Nach einem Hinweis kam er dann auch drauf und brachte auch die Zwiebel mit. Allerdings hatten wir immer noch kein Besteck. Gut, so was braucht dieser Honk wahrscheinlich zu Hause nicht und genau so wenig wie der Hoschi nebenan. Er ist sein Fleisch mit 90%iger Sicherheit gleich komplett roh mit den Fingern. Aber wir hätten dann doch gerne Besteck. Hat der Fletcher dann auch sofort gebracht. Gerannt ist der ja eh die ganze Zeit, als wären ihm 3 kahl rasierte russische Geldeintreiber mit Baseballschlägern auf den Fersen, um das Geld für verpfuschte Hirnverpflanzung einzutreiben. Wir hatten gerade die ersten Stückchen der Onion genascht, da gings auch schon weiter im Steakhaus „Frankenstein“. Langsam kam er…oder es…um die Ecke. Ein angeschossener Terminator im Outback-Dress. Keine 30 Jahre alt der bengel und hat sein Bein hintergezogen, wie ein 90jähriger mit einem unoperierten Steckschuss in der Hüfte. Langsam zog er an unserem Tisch vorbei und guckte ob alles i.O. ist…nehme ich an. Vielleicht hat er auch einfach nur jemanden zum Quatschen gesucht. Als dann auch noch ein Cop rein kam, der einen leicht nach vorne gebeugten Wackelgang hatte, war die Mannschaft da in Santa Fe schon ganz gut aufgestellt. Bloß schnell futtern und weg. Das mit Fletcher und dem Essen klappte den Rest der Vorstellung eigentlich ganz gut. Nur Hoschi nebenan machte ab und an Geräusche, dass einem angst und bange werden musste. Aber zumindest hat er zwischendurch mal gelacht, was uns die Angst vor einem Amoklauf aber doch nicht wirklich genommen hatte. So nahm der Abend seinen Lauf. In festen Zeitabständen schlichen die Giraffe vom Empfang und der Terminator noch an unserem Tisch vorbei und er Cop wackelte auch wieder raus. Kurz bevor wir dann bezahlen wollten, machten sich Hoschi und sein Vater auch auf den Weg. Ich nehme an, die Pfleger oder Zivil-Cops warteten auch schon draußen, um den Kinderfresser wieder in die Sicherheitsverwahrung zu begleiten. Puh…ein anstrengender Abend im Outback Aber eine Erfahrung wert. Einige Lachtränen sind ja schließlich doch über unsere Wangen gelaufen. Und das beste war: Wir hatten eine Platz in der ersten Reihe und es hat nicht mak eintritt gekostet! Abends gabs noch zwei Bierchen im Hotel und den nächsten Tag fuhren wir dann auch fix weiter nach Denver. Hier ist alles wieder super. Wetter, Leute, Hotel, Klima, Landschaft, Bierchen…

23 September, 2010

USA Trip

Freitag vor zwei Wochen hat es mich wieder mal in die USA verschlagen. Aber da es zum x-ten Mal Ungereimtheiten zwischen Reisebüro, Firmenleitung und Fluggesellschaft gab, sollten wir diesmal nicht mit Lufthansa sondern mit British Airways über London fliegen. Entgegen aller Erwartungen und schlechten Erfahrungen der letzten Reisen mit BA, hat diesmal alles geklappt. Die Lounges waren erstklassig.
Groß und mit gutem Service und sehr guter Verpflegung aller Art. Hut ab, Inge Meisel. Zwei Mankos gab's dann aber doch: 1. Das komplette Entertainment-Programm während des Fluges war in Englisch oder wahlweise auch in Chinesisch. 2. Und ich hatte das Rinderfilet zu Mittag, welches sagen wir mal erstklassig aussah, aber eher gekocht war als gebraten. Pfui deibel. Einfach ungenießbar, der Klumpen. Dafür war aber der Getränkeservice sehr gut auf zack und wir mussten nicht lange auf gute Weine und einige Baileys on the rocks zum Nachtisch warten.
Ich bin mit Ellen, Marko und meinem Schrauber-Kollegen Markus zusammen los geflogen, und wir hatten auf dem Langstreckenflug sogar alle Plätze in einer Reihe nebeneinander. Hier haben wir schon beim ersten Willkommens-Sektchen die Korken knallen lassen und somit war der Flug dann auch recht witzig. Allerdings konnte ich während der knapp 11 Stunden nicht wirklich gut schlafen. Und das obwohl man die Sitze fast komplett waagerecht stellen konnte. Auch die Einreise war echt unkompliziert und die Koffer kamen auch alle an. Dann der Wetterschock am Ausgang des Flughafens: tagsüber ca. 45°C in der Sonne!!!
Aber damit hatten wir ja doch irgendwie gerechnet.
Abends gab’s dann schell noch ein paar Chicken Wings und ein schön kaltes Hefeweizen in der San Tan Bar nebenan vom Hotel. Übrigens ist das Hotel Crown Plaza mit seiner Poolanlage und dem Golfplatz dahinter schon sehr nett. Die Zimmer waren auch o.k. und das Frühstück konnte man gut genießen. Jaaaaa….tatsächlich war ich frühstücken. Das erst Mal regelmäßig! War ich vorher nie. Aber da mich mein Arbeitskollege Markus zum Joggen am frühen Morgen um viertel vor sechs überredete, hatte ich dann auch tatsächlich Appetit. Jaaaa….ich war tatsächlich joggen…tatsächlich morgens um viertel vor sechs Auch das erste Mal regelmäßig während einer Dienstreise. Selbst Markus hatte sich schon Sorgen gemacht, als ich ihn nun jeden morgen um halb sechs angerufen hatte um ihn gleich zum Joggen abzuholen. Zur Freude einiger Arbeitskolllegen hat sich der Entusiasmus mittlerweile etwas gelegt. Am Samstagabend war ich dann mit Markus, Marko und zwei weiteren Kollegen auch gleich im „The Keg“ Steakhouse. Ein erstklassiger Start für Steakliebhaber. Allerdings hat man da auch schon gleich mit dem oberen viertel der Steakhäuser angefangen. Egal. Sonntag stand nach der Arbeit dann Grillen auf dem Kalender. Wir waren noch eine kleine Gruppe und somit war es Platztechnisch kein Problem, da es in dem Hotel ja ein extra eingerichtetes Doppelzimmer mit zwei Terrassen und 2 Grills gibt. Alles was wir brauchten, waren nur die Nahrungsmittel selbst, für alles andere war bereits vom Hotel und den Vorgängerkollegen gesorgt. Das Fleisch haben wir von AJ´s Fine Food besorgt, wozu man einfach nur „Spitzenqualität“ sagen kann. Zwar nicht super günstig aber dafür super lecker. Und so ging der Abend dann mit einem Shrimp-Spieß, einem dicken Filet Stück medium-rare und einem Bierchen zu Ende. Montag waren Markus und ich erstmal ganz kurz in der Arizona Mills zum Shoppen und anschließend im Outback auf dem Chandler Boulevard. Hier gab's ein klasse Filet und vorher ne Blooming Onion, die ich eigentlich viel kleiner aus dem Outback auf der Ray Rd. in Erinnerung hatte. Dies sollte sich aber später durch Futterberichte anderer Kollegen bestätigen. Spät nachmittags kamen unser Bernd und der elektrische Rainer dazu, womit die Werkstatt dann komplett war. Der liebe Stefan, der Nico und der Heiko, sowie etliche weitere Bosch- und IAV-Kollegen schlugen dann abends auch am Pool auf und es gab noch ein Willkommensbierchen. Eine Riesengruppe diesmal. Dank viel Arbeit gingen dann die Tage in Phoenix bei 45°C auch recht schnell rum. Einige Grillabende und zwei recht lange Abende am Grill und Pool waren dann auch schon die Highlights. Am zweiten Sonntag ging es dann richtig shoppen zur Outlet Mal in Anthem. Widererwarten recht erfolgreich, obwohl ich nicht viel auf der Einkaufsliste hatte. Aber wer kann da schon zu so super günstigen Preisen „Nein“ sagen. Allein für ne Unterbuchse von Thommy Hilfigher, die bei uns wohl so an die 20 Euro kosten würde, bezahlt man hier knapp 7 US-Dollar, also 5,40 Euro. Ein Teil der anderen Kollegen war in der Zeit Tuben auf dem Salt Lake River.
Montag wurden unsere Gruppen getrennt und ich bin mit einer kleinen Gruppe, der Ellen, Stefan, Nico und Büdi angehören, mit 5 Autos in ein superkleines Kaff auf einem Berg gelandet. Hier geht kein Handynetz und es ist alles ur-amerikanisch. Keine großen Freßketten haben sich hier breit gemacht. Außer einem Mini-Subways gibt’s hier ausschließlich kleine Cafes, Restaurants und Bars im Familienbetrieb. Nicht mal ein Restaurant mit der gelben Möwe gibt ‘s hier oben und schon erstrecht keinen großen Supermarkt. Was solls?! Unser Best Western Hotel ist einigermaßen in Ordnung, und der Geruch beim ersten Betreten meines Zimmers ist dank der nun eingeschalteten Klimaanlage auch erträglich. Am ersten Abend haben Stefan und ich erstmal alles in unseren Buden nach einer Leiche abgesucht. Irgendwo musste der Geruch doch herkommen! Die drei Tage hier oben sind jetzt aber auch schon wieder rum und morgen geht’s weiter Richtung Denver/Colorado. Da werden wir dann die anderen Kollegen wieder treffen und noch eine knappe Woche am Rande Rockies verbringen, bevor es wieder ins verregnete Germany zurückgeht.

22 September, 2010

Altstadtfest Gifhorn 2010 und Auftaktgrillen mit Kickerturnier

Es ist wieder soweit. Das soll heißen, dass es wieder mal höchste Zeit ist einen Beitrag zu schreiben. Zu Hause kommt man ja zu nix mehr. Kleiner Rückblick: Vor einigen Wochen hat bereits das Altstadtfest in Gifhorn stattgefunden. Maira hatte ich versprochen, dass ich mit ihr da mal hin fahre. Und natürlich musste das auch gleich an diesem besagten Freitag sein. Der Kommandant musste schon recht früh da sein, da sie am Schillerplatz ausschenken sollte. Was blieb mir also anderes übrig als selber zu fahren um mein Versprechen einzuhalten. Also habe ich Maira und ihre Freundin gegen halb neun eingeladen und ab ging es. Wir waren kaum ausm Auto raus, da stand ich auch schon alleine da. Maira und Freundin waren natürlich beim ersten Anblick der vielen Lichter, Verkaufsstände, Showbühnen und und und nicht mehr zu halten und sind im Getümmel verschwunden. Ich konnte mich, vielleicht durch den Gedanken hier nicht ein einziges Bierchen trinken zu können, doch recht gut bremsen. Aber man kann ja auch ohne Lustigsein Alkohol trinken…oder so ähnlich. Als ich dann auch auf das relativ gut gefüllte Areal der Fußgängerzone zukam, wäre ich am liebsten sogar wieder umgedreht. Was einem da schon auf den ersten Metern entgegen gekommen ist, war mit einem Gruselkabinett nicht zu vergleichen. Da hatte man innerhalb der ersten 200 Meter bereits alles von Miss Piggy in hässlich und in hautengen Sofaleggins bis hin zu Paris Hilton mit 95 Jahren, hoffentlich mit Unterhöschen, alles durch. Da sind Tanten rum gelaufen, die waren wohl in ihrem 3. Frühling vor geschätzten 3 Jahrzehnten hängen geblieben, und dachten nun, dass sie sich mit ihrem 2 Farben-Pelikan-Tuschkasten aus der gleichen Zeit noch so aufdonnern können, dass sie gleich an der ersten Frittenbude einen 20jährigen Millionär an der Angel haben. Tze….als ob es so was in Gifhorn auf dem Altstadtfest geben würde!
Wie dem auch sei…ich habe mir ein alkoholfreies Weizenbier gegönnt um wenigsten die gewohnte Handbewegung der Altstadtfestbesuche der letzten Jahre beizubehalten, und bin dann aufgebrochen um das andere Ende der Fußgängerzone zu erreichen. Etliche Bekannte trifft man dann ja doch da…und jedem muss man auf eine Einladung zu einem alkoholischen Kaltgetränk sagen, dass man selber fährt und außerdem auf der Suche nach seinen Gören ist. "...muss weiter. Tschüüüüüs!" Eigentlich wollte ich dann einige der abertausenden Futterkrippen ansteuern, aber bei der ersten Bude mit Backschinken kam mir gleich eine Dame entgegen, bei der wohl die letzten vier Fettabsaugungen gründlich in die Hose gegangen sind. Und zwar in den oberen Teil einer auf Taille geschnittenen Strumpfhose mit einem Gummizug, mit dem man wahrscheinlich einen Lastwagen hätte abschleppen können. Der Ranzen hing runter bis num nördlichen Wendekreis der Kniescheiben, die übrigens dank der mit Schlaglöchern besäten Oberschenkel (nehme an ein Hagelschaden) etwas mehr nach außen gedreht waren als bei Cindy aus Marzahn, Rainer Callmund und Ottfried Fischer zusammen. Jedenfalls hatte der optische Leckerbissen in jeder von ihren viel zu kleinen Griffeln ein Backschinkenbrötchen. Dabei hatte das Gesicht noch leichte Fettspuren an den Mundwinkeln…als Schlussfolgerung kann die letzte Mahlzeit nicht all zu lange her sein. Oder sollte es tatsächlich Sabber der Vorfreunde auf die 2 Brötchen sein, die gleich innerhalb weniger Sekunden in ihrem Schlund verschwunden sein sollten?!?...ich wollte es nicht wissen…außerdem wollte ich auch nix mehr essen.
An der Rathausbühne angekommen habe ich mir eine Cola bestellt und zu gesehen, wie zwei Leute versuchten, die noch recht wenigen Zuschauer mit einigen Aktionen in Stimmung für die gleich folgende Band zu bringen. Aber das, was da versucht wurde war eher super peinlich. Wer war um die Uhrzeit auch schon so angeheitert, vor einer Bühne mit 20 Zuschauern, irgendwelche Parolen und Sprüche mit- und nachzubrüllen, oder auch nach links oder rechts und vorne oder hinten dabei zu hüpfen. Gerade wenn die Bier- und Futterbuden darum herum dann doch alle gut besetzt sind und die Leute sehen wollen, welcher Vollhorst sich hier zum Mett macht. Ich hatte meine Cola aus, und wollte gerade das Pfandgeld kassieren, da sollte es soweit sein. Die „No Regrettes“ traten auf die Bühne und coverten Robbie Williams von vorne bis hinten. Das Eröffnungslied „Let me entertain you“ war ja noch recht gut,…doch dann ging es ganz schön bergab und ich wieder zurück Richtung Schillerplatz, an einigen Zitterrochen vorbei, die auch sehr gut als optische Verhütungsmittel ihre Dienste leisten könnten. Am Schillerplatz spielten die Big Maggas. Hier war alles gerappelt voll und eine echt klasse Stimmung. Dann gabs beim Kommandanten und bei Kumpel Klingel an der Bierbude noch ein Weizen alkoholfrei, die Kinder kamen auch wieder angerannt und schon war der ganze Spuk vorbei und wir sind wieder ab nach Hause. Habe noch zwei Stunden leichte Ekelzuckungen von der Tante an der Backschinkenbude gehabt und bin dann hungrig ins Bett.

Am folgenden Samstag standen die Aktien für ein Bierchen allerdings recht gut. Am Abend stand das Saisoneröffnungsgrillen vom 4.Zug des Müdener Schützenvereins auf dem Programm. Mit Kickerturnier! Und ich als bekennender Kicker-Legasteniker habe es geschafft, nicht auf dem letzten Platz zu landen…sondern auf dem Vorletzten…aber immerhin. Das konnte ich als Kind schon nicht. Bei mir hätte man locker an jede Stange noch fünf Spieler dran basteln können….ich hätte trotzdem verloren. Egal…war eine echt lustige Veranstaltung mit Wurst, Steaks und Bierchen. Im Anschluss wollte ich mit unserem Spieß nur noch mal ganz kurz in die Pinte und eine Runde Dart spielen…und als wir uns danach noch schnell ein Abschlussbierchen auf meiner Terrasse gönnten, ging zack die Sonne auf und es war bereits 6 Uhr morgens…seltsam…ein Zeitloch? Also ab ins Bett und noch schnell ein paar Stunden Schlaf nachgeholt. Um 13Uhr war nämlich Treffen mit Kumpel Olaf, Martin und Cindy samt Patenkind Niklas auf dem Altstadtfest angesagt. Gegen elf bin ich dann schon wieder aufgewacht und ab unter die Dusche. Im Spiegel hat mich dann komischer Weise eine einäugige Schildkröte angeguckt…kurz gewundert habe ich mich schon, aber was sollte ich machen?! Rasiert und dann ging es auch schon bald los. Und ich muss sagen, ich habe gedacht, es geht mir schlechter. Eigentlich war ich in rechtguter Verfassung. Diesmal habe ich dann auch was gegessen auf dem Altstadtfest, aber trotzdem wenig getrunken. Lediglich drei Vodka-Feige und vier Bärenfang. Das war´s.

28 April, 2010

...es gibt wieder was zu lesen

Mal wieder Zeit für einen Eintrag, werden sich bestimmt schon einige gedacht haben. Ist ja schon ne Weile her, dass ich mich hier mal schöpferisch verewigt habe. Und in der Zwischenzeit ist ne Menge passiert. Maira wurde zum Beispiel konfirmiert und vorher musste natürlich noch das komplette Haus samt Grundstück auf den Kopf gestellt werden. Also nicht dass ihr jetzt denkt, die Idee kam von mir! Natürlich hat der Kommandant etliche Wochen vorher zum Reinemachen geblasen. Und das galt allem und vor allem jedem!
Ich glaube, es liegt daran, dass Männer andere Windungen auf der Hirnhaut haben, und den Hintergrund zu solchen Sachen wie diesem Jahrhundert-Hausputz vor einer Konfirmation nicht anständig verarbeiten können…oder wollen. Bereits Wochen vorm Tag der Tage wurde geputzt, gewischt, gesaugt, gewienert, geschüttelt, getupft, gefegt, umgestellt, Fußleisten erneuert, Gardinen umgehängt, Vorhänge gereinigt, die bis dahin noch nie eine Waschmaschine von innen gesehen hatten. Ganze Wände wurden versetzt, das Haus unterkellert, der Garten komplett umgegraben, betoniert und grün angestrichen, ein Fischteich angelegt, das Dach neu gedeckt, und und und! Na gut, ganz so schlimm war es dann doch nicht…aber fast! Zum Glück haben wir die Renovierung im Obergeschoss noch rechtzeitig abschließen können! Maira hat nun ein komplett neues Schlaf- und ebenso ein neues Wohnzimmer.
Beim Tapezieren ihres Wohnzimmers, habe ich ja dann kurzfristig doch an meinen Heimarbeiterkünsten gezweifelt. Wir waren kurz vor Ostern beim Tapeten-Dealer unseres Vertrauens und Maira hat auch ganz nette Tapeten gefunden. Ein kurzer Blick meinerseits, „Jawohl…Vliestapeten! Ist ja ein großer Aufkleber drauf“. Und weil die Feiertage vor der Tür standen, habe ich sicherheitshalber lieber gleich 2 Rollen mehr eingepackt. Abends noch fix etwas Kleister angerührt, die Wand eingekleistert und schon mal ne Bahn ran geferkelt. Nach der vierten Bahn habe ich dann mal kurz an meinem Machwerk entlang geguckt und: Aaaaaaah….keine Kante mehr auf Stoß und kleine Wellen waren auch überall von oben bis unten drin! Super,…jetzt biste schon zu blöde um Tapeten vernünftig an die Wand zu kleben, oder watt?!? Da es auch schon kurz nach 21Uhr war, habe ich es vorgezogen bis zum nächsten Tag zu warten, ob sich das ganze Drama wieder legt wenn es trocknet! Am nächsten Morgen kam dann die ernüchternde Erkenntnis, das sich da nix mehr legt…schöne Scheiße. Wat nu? Das gibt’s doch nicht…schließlich fand ich heraus, dass sich wahrscheinlich gerade in diesem Moment ein dämlicher Praktikant aus dem Tapetenladen halb totlacht, weil er die Aufkleber „Vliestapete“ auf die falschen Rollen gepappt hat, und sich gerade vorstellt, wie ich vor den vielen Falten stehe und fünf Bahnen wieder von der Wand abpule! Dem Penner würde ich gerne mal einen Nahtroller in den Anus schieben und dann schön mit 5 Liter Tapetenkleister die Kimme zu kleben, nachdem ich ihm 2 Kilo Juckpulver zwischen die Backen gestreut habe…so ein blöder Sack. Man hatte ich eine Wut. Es half alles nix. Also musste der Tapeziertisch und die Einkleistermaschine wieder rausgeholt werden, was ich ja vermeiden wollte. Mit Vorkleistern ging es dann schließlich auch wieder einwandfrei. Dann musste nur noch Laminat gelegt werden, eine Schrankwand her, ein neues Sofa, das natürlich nicht über die Treppe nach oben getragen werden konnte, sondern mit einer Leiter über den Balkon geschoben werden musste, und neue Lampen angebracht werden. Im Schlafzimmer gabs dann einen neuen Teppich und Gardinenstangen mit Vorhängen wurden auch gleich an gedübelt. Kurz vor der Fete habe ich dann mit meinem Schwager mal eben unsere Wohnlandschaft komplett raus geräumt, da ja alle Gäste Platz haben mussten. Mehr nicht….und zwischendurch fing der Kommandant immer wieder an zu wischen und zu saugen,…obwohl da jeder wieder durchlatscht. Da bin ich ja fast verrückt geworden. Ich habe teilweise morgens schon aus dem Effekt heraus, Trinkgeld für die Putzfrau auf meinem Nachttisch liegen gelassen!
À propos Geld…bei den vielen Kirchgängen während der letzten Wochen, bei denen ich übrigens einige Gut-Stunden gemacht habe, welche ich Weihnachten dann abbummeln werde, ist mir aufgefallen, dass die Kirchenkollekte seit dem alkoholisierten Verkehrsauftritt von Bischöfin Margot Käßmann ja mittlerweile„Trinkgeld“ heißt…und wenn ich da an die Pfingstgottesdienste während der Schützenfeste in Stederdorf zurück denke, sage ich mal: „…mit Recht!“ Aber das ist eine andere Geschichte.

Ansonsten steht aktuell unser Schützenfest in Leiferde vor der Tür. Freitag gehts mit der Zeltdisko los! Nach unserem Jubiläums-Schützenfest wieder mal ein „normales“. Unsere Planung für die Showeinlage beim Katerfrühstück am Sonntag musste diesmal recht fix gehen, da wir nicht wirklich gleich das passende Thema gefunden hatten. Aber nach der Generalprobe sind wir alle sehr zufrieden und werden unser Publikum mal wieder von den Sitzen reißen! Und damit meine ich nicht, dass die zum Brechen aus dem Festzelt rennen.
Am letzten Wochenende war bereits der Ausmarsch ins Dorf und dann wieder zurück. Bei erstklassigem Wetter. Damit unser lieber Grieche seiner Sippschaft zu Hause ein paar Euronen zukommen lassen kann, wurde ein Stopp für einige Kaltgetränke bei ihm eingelegt! Ich nehme an, dass Dank des Umtrunks die Staatsverschuldung Griechenlands nun um ein bis zwei Milliarden gesunken ist und Deutschland nun nur noch ein kleines Trinkgeld in den kommenden Jahren überweisen muss. Nach einem Telefongespräch mit einigen Kumpels müssen da nämlich Unmengen an …äh…Wasser geflossen sein! O.K., o.k….vielleicht war auch ein Ouzo dabei! Und was mach ich, während sich meine Kumpels in der Sonne, bei Marschmusik selbst belohnen und sich ein frisch gezapftes Bierchen nach dem anderen in den Rachen schütten?!?…RICHTIG!!!!...ich sitze in Anzug bei Flaschenbier auf einer Konfirmation in Hahnenhorn rum! Aber das Verpasste hole ich dann am kommenden Wochenende wieder nach! Ich darf nämlich wieder drei Nächte bei Olaf in Leiferde schlafen, der ca. 239m neben dem Festplatz wohnt.Der Kommandant will nämlich auch ordentlich mit feiern, und hat dann morgens keine Lust mich immer rechtzeitig zu den frühen Aktionen unseres Vereins von Müden nach Leiferde zu kutschen. Mal ganz davon ab, dürfte sie auch noch gar nicht fahren um die Uhrzeit…oder sich einem Auto nähern! Danke schön, jetzt schon mal dafür! Als kleine Dankgabe werde ich 2 Flaschen Schwarze Sau, Mettwurst und Eier mitbringen…wer weiß, wie viele da nachts auf dem Heimweg nochmal klingeln werden und um Einlass bitten, damit sie sich auch die letzte Hirnwicklung noch geradeziehen können, bevor der nächste Morgen anbricht (ich hoffe auch, dass der der einzige sein wird, der bricht!!)?! Morgen sind schon mal die Vorbereitungen zu treffen und abends gibt’s dann eine lustige Versteigerung, der tollsten Sachen! Durchgeführt vom Jungschützenzug, der übrigens schon seit heute „voll“ im Gange ist. Na wir werden sehen, wie es enden wird! Montag und Dienstag sind auf alle Fälle frei! Also bis demnächst…

06 März, 2010

Hier mal einige Bilder zu dem letzten Trip nach Südafrika

Nachdem wir nach unserer Ankunft auf mehrere Hotels verteilt wurden, hatten wir uns für dieses Hotel entschieden, um die ersten gemeinsamen Stunden hier zu ...sagen wir mal: verbringen! Danach kommt die Überfahrt mit endlosen Weiten, einige Bilder von den Augrabies Waterfalls und einige Bilder quer durch den Garten!























































































08 Februar, 2010

Rückzug aus der Höhe

Nachdem wir knapp eine Woche in der Höhe waren, traten wir nun den Rückzug an. Nach einer Überfahrt von ca. 900km durch die afrikanische Steppe hat nun unser letzter Teil der Reise begonnen. Im Hotel angekommen, war der erste Eindruck erstmal gut! Das hat sich allerdings schlagartig geändert, als ich in mein Zimmer gekommen bin! Das liegt im zweiten Geschoss unterm Dach, war ca. 45 Grad warm und die Klimaanlage hatte keine Funktion…super! Also wieder runter zur Rezeption und nach einem neuen Zimmer gefragt! Geklappt! Nun hatte ich ein Zimmer mit Aircondition, 4 Betten und einer bezogenen Matratze auf der Erde. Hut ab! Ich hatte schon arge Befürchtungen, dass hier noch eine einheimische, vierköpfige Familie in meiner Abwesenheit einquartiert wird, und ich die Kumpels im Dunkeln gar nicht sehe…schließlich sind die ja nicht immer am Lachen, die Jungs aus Übersee! Kurt von Radio FFN würde da sagen: „Einfach mit Zaziki weiß schmeißen!“ Weiter zum Zimmer: Die Betten sind einfach nur Holzrahmen ohne Lattenrost mit einer Schaumstoffmatratze. Recht einfach…aber dafür auch noch recht unbequem! Das Badezimmer sieht aus, als hätte man die Sanitäreinrichtungen erst Anfang des letzten Jahrhunderts eingebaut und seit dem nicht einmal richtig gesäubert, dafür aber einem Dauerbelastungstest von einer kleinen Hundertschaft von Neandertalern ausgesetzt. In die Badewanne kann man eigentlich nur in Vollschutz zum Duschen einsteigen und alles andere sieht man sich am besten nur mit einer sehr dunklen Sonnenbrille an! Egal…ist ja nur noch für 6 Tage. Rainer hat es mit seinem Zimmer auch nicht gerade gut getroffen. Zwar ging die Klimaanlage, aber der Gestank nach alten Fischresten war einfach nicht auszuhalten. Außerdem muss sich da wohl vor einiger Zeit mal ein Tierliebhaber eingenistet haben. In der Badewanne lag zumindest noch seine Tiersammlung. Tausende Minifliegen oder so was lagen da am Badewannenboden. Also musste er auch das Zimmer tauschen. Auch hier die gleichen Badezimmerzustände. Die waren auf jedem Zimmer ähnlich. Naja. Am Ankunftsabend hatten wir natürlich mächtig Schmacht. Ab ins Hotelrestaurant, was sehr nett wirkte und in dem die Tische recht vornehm eindeckt waren. Als dann so eine junge Vollschlanke recht nervös die Getränkebestellung aufnahm und schon dabei etwas durcheinander kam, wussten wir schon, dass sie das nie auf die Reihe kriegt! Nach einer Ewigkeit kam die Vorspeise…hier noch alles gut! Nach einer weiteren Ewigkeit das Hauptgericht. Da Strauss nicht verfügbar war, hatten die meisten Springbock bestellt. Das Fleisch kam auch, aber weder die bestellte Art noch die Beilagen passten zusammen! Unser Rabbit Heiko hatte sich eine vegetarische Pizza und bekam eine mit vier Fleischsorten darauf! Klasse. Auf seine Beschwerde bekam er zu hören, dass die aber keine neue machen könnten da der letzte Pizzateig aus der Küche bereits unter den vier Fleischsorten vor ihm liegt. Super Sache! Dann hat er sich halt nur mit seinem Salat vergnügt! Ein anderer Kollege bekam sein Hauptgericht als erster, hat anstandshalber etwas gewartet, bis alle ihr Essen haben, und wurde damit belohnt, dass die Bedienung ihm das Essen wieder weg genommen hat, als alle etwas vor sich hatten! Ist gar nicht seine Bestellung gewesen, sagte sie! Einmal damit vorne in die Küche rein, auf der anderen Seite wieder raus und zack…da stand der mittlerweile fast kalte Teller am Nachbartisch. Mit genau dem von unserem Kollegen angeschnittenem Spiegelei und zwei Pommes weniger darauf! Als wir dann fertig waren, kam das fehlende Essen dann für unseren Kollegen nach! Kann alles passieren, darf es aber nicht! Wenigstens war der Springbock dafür recht gut! Am kommenden Abend hatten wir in einem recht guten Gästehaus reserviert. Hier gab's tatsächlich Austrich zu bestellen und im Gegensatz zu unserem Hotelrestaurant auch zu futtern. Als Vorspeise gab's Springbock - Carpaccio oder Snails im Speckmantel mit Knoblauchsause. Fantastisch! Mit dem Austrich hatte ich dann allerdings sehr zu kämpfen. Muss wohl mal sehr viel Sport gemacht der Vogel, von dem ich ein Stückchen auf dem Teller hatte. Vielleicht ein Briefträger-Strauß oder Dauerläufer. Komplett zäh, so dass man jeden Bissen mit richtig Kraft zerkauen muss. Es wurde dann immer mehr im Mund und ich wunderte mich am nächsten Morgen, dass ich keinen Muskelkater im Kiefer hatte. Jedenfalls hatte sich Straußenfleisch erstmal erledigt und ich habe beim Grillabend am darauf folgenden Tag wieder ein Stück Filet vom Rind bestellt. Kam erstmal „well done“ anstatt „medium“ und hat total alt geschmeckt. Ungefähr so, wie altes Grillfleisch, dass man nach zwei Wochen Aufenthalt im Kühlschrank auf den Grill packt! Wieder ins Klo gepackt mit dem Abendmahl!
Am Sonntagmorgen sind wir zu den Augrabie Waterfalls gefahren. Und da der Oranje River dank sehr viel Regen in den letzten Tagen und aufgemachten Wasserrückhaltebecken gerade Hochwasser führt, sind die Wasserfälle ein absolutes Highlight! Kommt ja nicht oft vor hier. Vielleicht so alle 10-15 Jahre Mal! Auch für die ortsansässigen Leute ein Spektakel! Das haben wir dann an der 4km langen Autoschlange vorm Park gemerkt! Nach kurzem Überlegen sind Rainer, Stefan und Stefan H. wieder zum Hotel zurückgekehrt und der Rest hat sich auf Schusters Rappen Richtung Wasserfälle begeben. Ein wirklich beeindruckendes Schauspiel und dank Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 war der brennende Planet auch auszuhalten! Nachmittags habe ich dann mit den daheim geblieben Kollegen eine gepflegte Skatrunde hingelegt, die wir dann nach dem Essen noch bis kurz vor 2 Uhr nachts fortsetzten. Mal sehen, wie wir hier die letzten Tage rum kriegen!

06 Februar, 2010

Erlebnisse in Afrika

Da wir ja nun mal hier sind, müssen wir uns den Gegebenheiten auch anpassen. Obwohl man hier durchaus die Küche genießen kann und sich das ein oder andere Mal doch über die absolut hervorragende Qualität der Steaks wundert, so wundert man sich eine Sekunde später auch über das ganze System des schwarzen Mannes. Gestern war der 1. im Monat! Anscheinend Zahltag für etlichen Arbeitslosen hier in dem Kaff wo wir uns gerade befinden. Vor den Geldautomaten der ABSA-Bank standen die Leute Schlange. Und nicht nur ein oder vier oder acht Menschen! Nö…hier warteten ca. 35 Menschen in einer Schlange bis sie Geld abheben konnten! Das Geld haben viele gleich wieder umgesetzt. Wo hier überall volle und leere Einkaufswagen durch die Straßen geschoben wurden ist schon unglaublich. Und denkt mal nicht, dass da ein so´n HB-Männchen in schwarz mit seinem Gitterharren an die Seite schiebt, nur weil da ein Bus kommt! Alles lief kreuz und quer hier rum! Und wir mussten mitten in die City um ein Strafticket zu bezahlen! Unser lieber Stefan wurde geblitzt, ...was hier zur Zeit der WM-Vorbereitungen stark zugenommen hat. Entweder müssen die Kassen noch ordentlich aufgefüllt werden, oder hier soll wirklich der Eindruck von Polizeipräsents erweckt werden. Egal aus welchem Grund auch immer, das Ticket musste bezahlt werden! Also sind Stefan, Stefan H. und ich auf nach Downtown und haben das Polizeirevier gesucht. Überall ein Gewusel auf den Straßen und eine helle Aufregung, als würden die Geschäfte hier für ein halbes Jahr schließen. Die Marktstände an den Straßenrändern waren überfüllt, …und hier guckt nicht jeder nach rechts oder links, wenn er auf die Straße hüpft. Erstmal losgehen, oder mit dem Einkaufswagen los schieben und dann gucken ob was kommt. Unglaublich! Man kann es sich ungefähr so vorstellen, als würde man am ersten Tag des Sommerschlussverkaufes mit einem Bus durch die Fußgängerzone brettern! Da rennen Kleinkinder mitten auf der Straße, oder alte Omis mit einem geschnürten Paket auf der bedeckten Rübe balancieren langsam über deine Fahrbahn! Und dazu sitzt man als Fahrer auf der rechten Seite des Fahrzeugs, muss mit der linken Flosse Schalten und sich auf den Linksverkehr konzentrieren. Schon eine kleine Herausforderung! Zurück zum Strafzettel! Nach einigem Hin und Her hatten wir die Polizeistation gefunden! Nach Vorzeigen des Strafmandates, sagte man uns hier: “Das könnt ihr hier nicht bezahlen! Ihr müsst die Straße runter, dann rechts und auf der linken Seite kommt ein rotes Gebäude!“ Also haben wir uns den Weg durch das Gesindel die Menschenmassen zum besagten Gebäude gebahnt. Hier kamen wir nicht rein! Mittagspause von 13 bis 14 Uhr! Und es war gerade kurz nach eins. Also noch mal kurz einkaufen und für den Kollegen Stefan H. nach einer Windows CD gefragt, da sein Rechner den Geist aufgegeben hatte. Der Verkäfer in dem Technikhaus (Möbel, Elektro, Allerlei, und noch mehr auf ca. 100qm) sagte, dass diese gerade aus sind und er auf eine Lieferung wartet. Natürlich,....und er ist wahrscheinlich das einzige dunkle Kind in seiner Familie, die Erde ist eine Scheibe und den Weihnachtsmann gibts garnicht! Als wir dann wieder an dem Gebäude waren und tatsächlich einen Parkplatz ergattern konnten, sagte uns die Dame hier, sie braucht dazu einen Durchschlag, dass es auch bezahlt wurde!....hä?!?!?...Wir wollten doch gerade hier bezahlen! Das geht hier allerdings nicht, sondern wir müssen raus zur Traffic…blablabla! Das ist außerhalb der Stadt. Wir also wieder quer durch die City zurück und zur Traffic-Stelle! Endlich bezahlen…dachten wir! Aber auf Kies gefurzt. Die Tante mit den Maßen 60/90/60 (nur der Kopf) hat gesagt, ...oder besser in einem holländisch-plattdeutsch-englisch Mischmasch mit rollendem „R“ gestammelt: „Das können wir hier gar nicht bezahlen! Wir müssten zum Gericht in die City“. Und da wir die Wegbeschreibung absolut nicht verstanden haben ( Ampeln heißen in der Sprache hier "Robott"!), hat sie kurzerhand einem etwas in Jahre gekommenen Eddie Murphy gesagt, er solle vorweg fahren! Ist er auch und wir hinterher. Und genau wie wir ahnten, war das Gerichtsgebäude dasselbe in dem wir schon abgewiesen wurden. Diesmal kam Eddie Murphy aber mit rein. Resultat: Wir mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen! Wohin wohl? RIIIICHTIIIIG. Wieder zurück zur Traffic-Stelle…diesmal kannten wir ja den Weg! Hier haben wir dann endlich unser Ziel erreicht! Den Durchlag fürs Gericht! Mit dem mussten wir dann nur noch einmal zum Gericht zurück um da dann den Strafzettel zu bezahlen! Unser liebe Kollege hat danach aus Versehen vor Freude einen Freudenfurz im Bus abgelassen, dass ich dachte das Armaturenbrett krempelt sich ab. Pfui deibel war das ein Gestank. Selbst das Handynetz war teilweise unterbrochen!… Aber egal, Hauptsache der Mist wurde abgehakt! Jetzt waren wir nur knappe 3 Stunden unterwegs um einen Strafzettel zu bezahlen! Die Strafe hat sich natürlich gelohnt! Es war ein Strafgeld in der Höhe von sage und schreibe 100 Afrikanische Rand. Umgerechnet knapp 10,-Euro! Mensch mensch mensch! Wie soll das bloß erst werden, wenn die WM startet und sich eine Vielzahl von Ausländern hier zu Lande aufhält, die sich überhaupt nicht auskennen. Da können die die Ticketpreise noch so in den Keller fahren. Für die meisten Bewohner des schwarzen Kontinents ist so eine Karte nie im Leben zu bezahlen, und bei allen anderen kommt ja noch der Flug dazu! Wir werden sehen! Zu tun, um einen einheitlichen Lebensstil oder eine Struktur hier zu bekommen, ist noch genug für die kommenden Generationen…oder sollte man sagen für alle kommenden intelligenten Lebensformen! Die Versorgung von Handy- und Internetverbindung lässt noch manchmal zu wünschen übrig, und über die hygienischen Zustände will ich an dieser Stelle nicht viel sagen! Vielleicht nur soviel: In unserem jetztigen Hotel kann man eigentlich nur mit Gummistiefel in die Badewanne steigen um zu duschen! Also muss man sich ja schon rein prophylaktisch jeden Abend desinfizieren….zumindest von innen!
Zwischendurch:
Learning English
Lesson one:
Wenn man auf Englisch sagen will: „…zwischen beide Arschbacken!“
Heißt das seit zwei Tagen übrigens: „…between the asbacks!“
Lesson two:
Und wenn man jemanden als „groß und breit“ beschreiben möchte,
sagt man „big and bride“!
Lesson three:
Eine neu gekaufte Unterhose heißt in jedem Fall Eye (Ei)-Catcher!
Lesson four:
Außerdem kann man sich nach einem schönen Grillabend mit Bierchen und Portwein auch hervorragend über den Sängernamen „Cock Robin“ kaputt lachen!


À propos Grillabend! Wir haben hier für 3,2kg super Rinderfiletstränge 320 Rand bezahlt! Das sind ca. 30 Euro!!! Und für die gleiche Menge Rumpsteaks nur 245 Rand (22 Euro)!

31 Januar, 2010

Auslandseinsatz im Land der Fußballweltmeisterschaft 2010

Es ist wieder so weit! Am letzten Dienstag wurde ich vom Taxi-Service abgeholt und zum Flughafen gefahren! Dienstreise nach Südafrika! Und genau dann, wenn in Leiferde wieder das legendäre Preisschießen stattfindet. Aber da ich pünktlich zur Preisverteilung landen werde, liegt alles noch im Rahmen! Allerdings sollte es ein unvergesslicher Trip werden. Ein Flug über London/Heathrow nach Johannesburg und von da weiter bis zum Zielort! Bereits beim Einchecken in Hannover gab's keine Tickets für die Anschlussflüge. Naja,…erstmal egal. Wir hatten ja genug Aufenthalt in London um das noch zu erledigen. Also erstmal in die Lounge, kalten Sekt und ein paar Snacks einwerfen. Ich hatte mich vorher im Internet für aktuelle News zu diesem Flug registrieren lassen. Und bereits auf Weg zum Flughafen bekam ich eine sms, dass alles planmäßig läuft! In der Lounge kam dann die zweite sms, dass der Flug eine halbe Stunde später von einem anderen Terminal abfliegt. Also noch mal einen Sekt nach geschenkt. Als ich dann mal an der Rezeption nachgefragt habe, wann denn der Flug nun losgeht, wurde ich mit großen Augen angeguckt und mir wurde gesagt, dass wir doch bitte SOFORT zum Gate gehen sollen, da das Boarden gleich abgeschlossen wird. Keine Verspätung mehr, kein anderes Gate. Alles beim Alten! Also habe ich schnell den anderen bescheid gesagt und wir sind los gespurtet. Alles geklappt…wir waren die letzten die an Board gegangen sind und dann ging es los! In London angekommen sind wir gleich zum Terminal von South African Airways, wo man uns dann sagte, dass unser Flugzeug Verspätung hat und wir dann unseren Anschlussflug nicht bekommen würden. Deswegen buchen sie uns um auf British Airways, der sogar etwas eher fliegt! Na gut. Wir also wieder los, mit dem Bus in ein anderes Terminal und an den Schalter der genannten Fluggesellschaft. Hier wusste niemand etwas mit dem Schriftstück der South African Airline anzufangen. Und das Problem war, SA hatte uns aus ihrem Programm bereits gestrichen, allerdings keine Reservierung bei BA vorgenommen. In der Zwischenzeit waren nur noch 2 Plätze in der Business Class frei. Rainer und ich hatten die Tickets und Frau Schmidt und Herr Schmidt nicht. Zwischendurch kamen auch die anderen Kollegen zum Economy - Schalter der BA und wollten ihre Tickets. Gleiches Problem wie bei uns! Rainer und ich sind dann schnellstmöglich zum Abflugterminal um den Flieger noch zu erreichen und es hat auch geklappt! Hier trafen wir dann auch die Kollegen der Fremdfirma wieder. Also alle da bis auf die Schmidts! Abflug! Der Flug war ganz o.k.! Ich habe nach einem Sitzplatztausch neben Rainer gesessen und wir haben so den ein oder anderen Wein getrunken und das Essen war echt lecker! In Johannesburg angekommen, werden wir beiden auch gleich ausgerufen. Meldung beim Gepäckservice bitte! Meine Ahnung hatte sich bewahrheitet und wir standen ohne Koffer da…wie alle anderen Kollegen die auch umgebucht wurden! Klasse Service der angeschlagenen Linksfahrer in London! Aber was will man von jemandem erwarten, der gekochtes Wildschwein mit Pfefferminzsauce futtert! Am Zielort angekommen mussten wir uns erstmal mit kurzen Hosen und zwei T-Shirts eindecken. Schließlich waren 35 Grad hier.
Die Stimmung war übrigens am Anreisetag etwas getrübt, da eine Meldung über einen sehr schlimmen Unfall eines Testfahrers die Runde machte! Trotzdem haben wir das Beste daraus gemacht und nach einem Besuch der Spur-Restaurantkette, die ersten freien Stunden am Pool bei einigen kalten Bierchen und einer gemütlichen Skatrunde verbracht. Zum Abendessen ging es dann rüber ins irische Nachbarrestaurant auf die Terrasse mit Blick auf einen Fluss. Danach zurück zum Pool und anschließend sind Rainer und ich noch mal beim Iren um die Ecke gelandet. Gegen halb vier morgens endete dann der Abend von Rainer und mir wieder am Hotel. Gelungen, aber eindeutig zu lange,…was sich dann am nächsten Tag bemerkbar machte!

Nach etlichen Anrufen bei Gepäckermittlungen und anderen Infonummern der Fluggesellschaften, hatten wir die kuriosesten Informationen. Eine Tante sagte schließlich: „Ja, Ihre Koffer sind da. Kann ich hier im System genau sehen!“ ….“ääääh….und wo genau?“ …“tja, das kann ich Ihnen nicht genau sagen! Mit dem Code kann ich nix anfangen! Kann eine Lagerhalle sein!...Tschüüüüß!“ …“Waaas?!?!?!? Die sind da und keiner weiß wo?!?“ Man, die haben´s drauf! Die Koffer kamen auch am zweiten Tag nicht…und am dritten Tag auch nicht! Am Freitag sollte es dann endlich soweit sein. Laut Ansage der Service-Tante an unserem Flughafen kommen heute 3 Koffer aus London nach. Sind auch schon in der Maschine. Die hat allerdings Verspätung und wir sollten in zwei Stunden noch mal kommen! Ob das die fehlenden von uns sind, konnte sie uns aber nicht mal an der Nummer an den Kofferbanderolen sagen! Ein super System hier, und da uns ja acht Koffer fehlen, waren unsere Hoffnungen nicht gerade groß! Das Problem an der ganzen Sache war auch noch, dass wir eigentlich schon gar nicht mehr hier sein wollten. Seit drei Tagen war eigentlich Höhe in ca. 800km Entfernung angesagt und wir wären eigentlich schon wieder hier abgereist. Aber so ganz ohne die persönlichen Sachen wäre das echt blöde gewesen! Und da Samstag definitiv der letzte Tag zur Abreise war, ist dieser Freitag die letzte Chance gewesen. Zum zweiten Mal zum Flughafen! Und was soll ich sagen, es waren Koffer da! Und zwar immerhin sechs der acht fehlenden! Meiner übrigens auch! Also konnte die Reise in die Höhe losgehen.
Die Überfahrt war dann bis auf die Sichtung richtig vieler Flamingos und etlichen Klapperstörchen recht unspektakulär. Unsere Herberge hier ist bestimmt kein 4 Stern Hotel und liegt auch noch etwas außerhalb der Stadt. Hier krabbelt nachts schon mal das eine oder andere Getier vor deine Füße oder in dein Zimmer, was nun gar nichts für Frau Schmidt ist. Also immer Schuhe ausschütteln vorm Anziehen und den Koffer nie offen stehen lassen!
Am Sonntag stand das erste Grillen auf dem Programm! Rainer und ich haben alles möglich besorgt und somit gab's dann nach gegrillten Lammrippchen ein schönes Filetsteak auf der Terrasse…ein paar Kaltgetränke durften dazu natürlich nicht fehlen! Mal sehen wie es so weitergeht hier unten!